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Urs M. Fiechtner
Wacholderweg 6
89129 Langenau
Tel. 07348/5113 privat
Fax 07348/4263
E-Mail autorengruppe79@gmx.de
Homepage http://www.autoren-bw.de
Themen
amnesty international, Asyl, Diktatur, Folter, Menschenrechte, Indigene Völker/Indianer, Krieg, Menschenrechtsorganisationen, Rassismus, Toleranz, Verschwindenlassen, Widerstand, Zivilcourage
Fiechtner, Urs M.: Veranstaltungsangebot

Autorenlesungen und Konzertlesungen mit Urs M. Fiechtner

Urs M. Fiechtner liest sowohl für Jugendliche (ab ca. 14 J.) als auch für Erwachsene. Veranstalter können unter mehreren verschiedenen Veranstaltungsformen, vielen Büchern und einer großen Anzahl buchübergreifender Themen wählen und die Formen und Themen jeder Veranstaltung mit ihm absprechen. Frei wählbar sind auch die Termine. Mehrere Veranstaltungen pro Tag sind möglich. Die Konditionen sind moderat; unnötige Kosten werden vermieden, die Honorare richten sich meist nach den Möglichkeiten außerschulischer Träger und werden je nach Zeit- und Arbeitsaufwand individuell vereinbart.

Auf Wunsch gibt es eine ausführliche Infomappe mit einem Überblick über die verschiedenen Varianten und allen Angaben, die ein Veranstalter braucht (Bezug : autorengruppe79@gmx.de oder Fax an 07348/4263; kostenlos, bitte Postanschrift angeben).

Autorenlesungen für Erwachsene

Fiechtner stellt seine Autorenlesungen individuell zusammen und meidet feststehende Saisonprogramme oder Werbefeldzüge für das jeweils neueste Buch. Autorenlesungen mit ihm können Buchvorstellungen sein, müssen es aber nicht - sie können sich ebenso gut an einem übergreifenden Thema orientieren, zu dem er dann Texte aus verschiedenen Büchern zusammenstellt.

Bei Lesungen zu Themen rund um die Menschenrechte kommentiert er die ausgewählten Texte, verbindet sie auf Wunsch mit Sach- und Hintergrundinformationen und gibt Auskunft auf Fragen aus dem Publikum.

Autorenlesungen für Jugendliche / Autorenlesungen an Schulen

Fiechtner liest vorzugsweise für Schüler/innen der Klassen 9-13 , bei vorangegangener Lektüre auch für 8. Klassen (alle Schularten). Themen und Gestaltung werden in Absprache mit den Lehrern der Altersgruppe und dem Unterrichtszusammenhang angepasst.

Lesungen richten sich in Form, Dauer und Thema nach den Wünschen der Schule. In der Regel verbindet Fiechtner seine Texte mit Sachinformationen und sucht das Gespräch mit den Schülern.

Meist gewählt wird eine Doppelstunde, geteilt in Lesung und Diskussion. Zugunsten des Gesprächs sollten nicht mehr als rund 60 Schüler/innen in einer Gruppe zusammengefasst werden - zwei überschaubare Gruppen hintereinander sind besser als eine unüberschaubare. Eine Vorbereitung der Schüler/innen via Beschäftigung mit einem Buch oder mit einer Auswahl kurzer Texte (Gedichte oder Kurzgeschichten) ist immer sinnvoll und erleichtert den Einstieg in den Dialog, ist aber nicht Bedingung.

Falls eine Vorbereitung gewünscht wird, stehen dafür Sekundärmaterialien von der Handreichung über einzelne Gedichte oder Kurzgeschichten bis zum kompletten Unterrichtsmodell über Romane, Anthologien und Lesebücher zur Verfügung.

Neben Autorenlesungen sind auch andere Formen von Veranstaltungen möglich, für die Fiechtner auf Wunsch auch organisatorische Unterstützung anbieten kann; so etwa Werkstattgespräche, Schreibwerkstätten, Workshops oder Projekttage.

Die Konditionen sind zurückhaltend, Fiechtner unterstützt die Beschäftigung mit Menschenrechtsthemen ebenso wie die Arbeit der Institutionen, die Lesungen an Schulen ermöglichen. Die Honorare orientieren sich meist an den landesüblichen Regelsätzen der Friedrich-Bödecker-Kreise, die Regelsätze anderer außerschulischer Träger werden häufig ebenfalls akzeptiert, damit die Schule keine Zuzahlungen leisten muss. Die Termine sind frei wählbar; zur Senkung der Kosten können sie auf Wunsch bei Entfernungen über 500 km in Lesereisen integriert werden, bei Entfernungen unter 500 km so gelegt werden, dass An- und Abreise am selben Tag erfolgt und keine Hotelkosten anfallen. Bis zu 4 Lesungen pro Tag sind möglich.

Konzertlesungen für Erwachsene

Der Begriff "Konzertlesung" wurde 1977 von Urs M. Fiechtner und dem chilenischen Komponisten, Sänger und Musiker Sergio Vesely geprägt. Damals ein schwer verständliches Kunstwort, das zu vielen Missverständnissen führte, wird der Begriff heute von fast allen Autoren und Musikern verwendet, die eine enge Verbindung von Literatur und Musik anstreben - auch wenn nicht alle dasselbe damit meinen.

Konzertlesungen in der Version von Fiechtner & Vesely sind weder traditionelle Dichterlesungen mit begleitender Musik, noch einfache Collagen aus Texten und Liedern. Angelegt als Zyklen, die thematisch einem roten Faden folgen, erzählen sie mit unspektakulären, auf das Wesentliche reduzierten Mitteln durchgehende Geschichten, die aus einer symbiotischen Verbindung zwischen erzählender Prosa und Musik, Lyrik und Liedern entstehen. Literatur und Musik verbinden sich zu einer Einheit, ergänzen und unterstützen einander oder kommentieren sich gegenseitig. Bei alledem leben Konzertlesungen von der Improvisation - starre, einstudierte Programme gibt es nicht, stattdessen wird rund um ein vom Veranstalter vorgegebenes Thema oder ein Buch der lebendige, an jedem Abend immer wieder neue Dialog zwischen literarischen und musikalischen Ausdrucksformen gesucht.

Konzertlesungen mit Fiechtner (Sprache) und Sergio Vesely (Gesang, span. Gitarre) oder dem Theatermusiker Markus Munzer-Dorn (Gesang, Gitarre, Violine, Querflöte u.a.) sind organisatorisch nicht aufwändiger als Autorenlesungen, auch die Konditionen halten sich in dem für Lesungen üblichen Rahmen.

Konzertlesungen für Jugendliche / an Schulen

Für Schulen empfehlen sich Konzertlesungen von Fiechtner gemeinsam mit Sergio Vesely oder mit Markus Munzer-Dorn im Rahmen von Projekttagen oder anderen freiwillig besuchten Veranstaltungen (etwa Abendveranstaltungen für Schüler/Eltern/Lehrer) schon ab den 9. Klassen. Im Rahmen des "Normalunterrichts" sind sie vor allem für die gymnasiale Oberstufe geeignet. Benötigt wird eine Doppelstunde, ungefähr geteilt in Vortrag und Diskussion. Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl gibt es nicht - für die anschließende Diskussion können die Schüler/innen in zwei getrennten Gruppen mit jeweils einem der Autoren aufgeteilt werden. Die Konditionen entsprechen denen von Autorenlesungen an Schulen (s.o.).

Projekttage

Für die Gestaltung von Projekttagen können mit Fiechtner neben Autorenlesungen und Konzertlesungen auch Vorträge und Diskussionen zu Sachthemen rund um die Menschenrechte sowie die Arbeit verschiedener Menschenrechtsorganisationen vereinbart werden - oder Kombinationen von unterschiedlichen Veranstaltungsformen. Auf Wunsch unterstützt Fiechtner die Schule organisatorisch und vermittelt Kontakte zu Fachleuten oder zu Künstlern verschiedener Sparten, die sich in ihrer Arbeit mit Menschenrechtsthemen auseinander setzen.

Kombinierte Veranstaltungen

Sehr empfehlenswert ist die Kombination der verschiedenen Veranstaltungsformen, die Fiechtner und seine Kollegen anbieten, um einen Tag kostensparend zu füllen oder um unterschiedliche Altersgruppen anzusprechen. Sergio Vesely und Markus Munzer-Dorn bieten auch für jüngere Schüler/innen Lesungen, Workshops oder musikalisch-literarische Erzählungen an. Bei gemeinsamen Besuchen an Schulen können die Autoren zunächst in getrennten Veranstaltungen für verschiedene Jahrgänge auftreten (Vesely oder Munzer-Dorn für 5. bis 9. Klassen, Fiechtner ab der 10. Klasse aufwärts) und dann zu einer Konzertlesung für die Oberstufe oder für Eltern / Lehrer / Schüler zusammenfinden. Zur Kostenersparnis empfehlenswert ist auch die Verbindung mit öffentlichen Abendveranstaltungen bei außerschulischen Veranstaltern (z.B. Stadtbibliothek).

Die Themen

Fiechtner liest aus allen seinen Büchern und stellt gelegentlich auch Bücher anderer Autoren vor, mit denen er zusammenarbeitet, oder seine Übersetzungen von Texten lateinamerikanischer Kollegen. Wir stellen hier nur eine kleine Auswahl von Veranstaltungen vor, die sich eng mit Aspekten rund um die Menschenrechte auseinander setzen. Mehr darüber gibt es in der Infomappe für Veranstalter (s.o.) Alle Veranstaltungen können entweder als Autorenlesung oder als Konzertlesung sowie entweder für Erwachsene oder für Schüler/innen ab der 9. Klasse individuell gestaltet werden.

Geschichten aus dem Niemandsland

Eine zurückhaltende, weder plakative noch polemische Auseinandersetzung mit dem Recht und der Würde, mit der Identität und Integrität des Menschen in einer von politischen und sozialen Konflikten gezeichneten Gegenwart. Viele verschiedene Aspekte der aktuellen Auseinandersetzung mit den Menschenrechten werden angesprochen. Der Titel stammt von dem gleichnamigen Buch (Kurzgeschichten, siehe Publikationen), für die Veranstaltung werden jedoch auch Texte aus anderen Büchern herangezogen.

Fremd in Deutschland oder das Pinguin-Syndrom

Eine mal nachdenkliche, mal vergnügliche Auseinandersetzung mit Themen rund um Asyl und Exil, Ausländerfeindlichkeit und Entwurzelung in unterschiedlichen literarischen Formen und aus manchmal überraschenden Blickwinkeln. Die Texte werden aus verschiedenen Büchern von Fiechtner sowie von Fiechtner/Vesely zusammengestellt. Besonders empfehlenswert in der Version als Konzertlesung.

Im Auge des Jaguars

Eine gleichermaßen literarisch abwechslungsreiche wie sachlich und historisch fundierte Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Weltbild indigener Kulturen Mittel- und Südamerikas. Am Beispiel der "Indianer" wird das Verständnis für fremde Kulturen geweckt und werden manche Ursachen für die Verständnislosigkeit zwischen Europa und der "Dritten Welt" vorgeführt. Grundlage für die Veranstaltung bilden Texte aus dem gleichnamigen Buch (siehe Publikationen).

Gesang für America

Das gleichnamige Buch behandelt in poetischer Form und mit zahllosen Bezügen auf die Gegenwart die Geschichte Lateinamerikas von den Ursprüngen indianischer Kulturen bis zum Ende der Kolonialzeit und damit die Wurzeln der sozialen, politischen, ethnischen und wirtschaftlichen Konflikte unserer Zeit. Veranstaltungen können sich wahlweise auf den ersten Band des Buches (siehe Publikationen) und damit auf die indianische Geschichte sowie die Eroberung konzentrieren oder auf den zweiten Band über die Kolonialzeit. Besonders empfehlenswert als Konzertlesung.

Annas Geschichte

Das bekannteste Jugendbuch Fiechtners (siehe Publikationen) berichtet anhand einer wahren Geschichte von Diktatur, Widerstand und Verfolgung, vom Überlebenswillen politischer Gefangener und von ihren Erfahrungen in der Haft. Lesungen empfehlen sich hier besonders für 9. und 10. Klassen respektive für Jugendliche ab 15 Jahren oder für ein gemischtes Publikum aus Jugendlichen und Erwachsenen. Bei vorangegangener Klassenlektüre sind auch Werkstattgespräche für 8. Klassen möglich.

Notizen vor Tagesanbruch

Eine Auseinandersetzung mit dem Wesen der Zivilcourage, mit der inneren Haltung und dem Handeln des einzelnen Menschen in Zeiten, in denen Freiheit und Sicherheit zum Besitzstand eng umgrenzter Minderheiten gehören. Die Texte werden, gelegentlich rund um einen aktuellen Anlass oder eine öffentliche Debatte, aus verschiedenen Büchern zusammengestellt.

Erwachen in der neuen Welt

Buchvorstellung für Jugendliche oder Erwachsene. Die Romanbiographie über die Entwicklung des späteren Bischofs Bartolomé de las Casas vom gewöhnlichen Kolonialherrn zum "Verteidiger der Indios" behandelt nicht nur eine wesentliche Epoche der europäischen Kolonialgeschichte, sondern auch der Geistesgeschichte, die zum modernen Begriff der Menschenrechte führte (siehe Publikationen). Das Buch wird gleichermaßen von Erwachsenen wie Jugendlichen gelesen (in Schulen für 9. bis 11. Klassen geeignet), die mit Erläuterungen verknüpften Autorenlesungen werden altersgruppengemäß unterschiedlich gestaltet.

Mario Rosas - Die Geschichte einer Flucht

Buchvorstellung für Jugendliche oder Erwachsene, gelegentlich verknüpft mit ergänzenden Texten aus anderen Büchern des Autors zum Themenkreis Exil, Asyl, Ausländerfeindlichkeit, Vorurteile, Nationalsozialismus und moderne Diktaturen (siehe Publikationen). Lesungen in Schulen sollte eine Beschäftigung mit dem Buch oder Auszügen daraus vorangehen. Der Verlag bietet Sonderkonditionen für Klassensätze an.

Alles normal

Eine Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen hier und denen in Ländern der "Dritten Welt", mit Diktatur und Demokratie, Armut und Wohlstand. Der Titel stammt von Fiechtners gleichnamigem Text im Menschenrechte-Lesebuch Frei von Furcht und Not, die Autorenlesung oder Konzertlesung wird ansonsten aus verschiedenen Büchern des Autors zusammengestellt, wobei der Veranstalter Schwerpunkte vorgeben kann - etwa die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen.

Pablo Neruda - zum 100. Geburtstag

Der chilenische Literaturnobelpreisträger prägte nicht nur die lateinamerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts, sondern auch die durchaus politische Rolle, die Literaten und Poeten in den konfliktreichen, von scharfen sozialen und politischen Gegensätzen geprägten Gesellschaften Lateinamerikas (und der "Dritten Welt" überhaupt) einnehmen. Urs M. Fiechtner und Sergio Vesely stellen ihre Übersetzungen und Vertonungen von Gedichten und kurzen Prosatexten Nerudas zu einem Bogen zusammen, der lateinamerikanische Geschichte und Gegenwart ebenso berührt wie die Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis des Schriftstellers in Zeiten der Unterdrückung und Intoleranz.

Schlafe, mein Deutschland

Ein Streifzug durch die Landschaften (deutschen) demokratischen Bewusstseins. Ausgangspunkt sind Vertonungen Veselys oder Munzer-Dorns von Autoren des Vormärz - der Titel stammt aus einem liebevoll-spöttelnden Gedicht von Georg Herwegh -, die in dieser ständig variierenden Konzertlesung mit Texten aus verschiedenen Büchern Fiechtners verbunden werden. Gefragt wird, was aus der Freiheitssehnsucht und den demokratischen Impulsen der "1848er" heute geworden ist, gefragt wird nach unserer Fähigkeit, Geschichte zu gestalten anstatt ihr zu unterliegen, nach Untertanengeist und Obrigkeit und nach unseren Fähigkeiten, zur rechten Zeit und am rechten Ort "nein!" zu sagen.

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