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Pavloff, Franck
Prostitution Verkaufte Kinder in Asien. Edition "Ich klage an!" Hrsg. von Marion Schweizer München 2000 Medium: Buch | ||||
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Deutsch von Claudia Stein. Es ist noch nicht lange so, dass Sextouristen, die in Fernost Kinder missbrauchen, in Europa verurteilt werden, und nach wie vor passiert es nur selten. Die Zustände in Thailand, den Philippinen, Sri Lanka, Indien und anderen Ländern des fernen Ostens wären jedoch nicht möglich ohne den profitträchtigen Sextourismus, der von Europa aus organisiert und gesteuert wird. Beide Geschichten spielen in Bangkok. Die erste handelt von Lao, die, irgendwo auf dem Land in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, von ihren Eltern an einen 'reichen Onkel aus der Stadt' verkauft wird. Der 'Onkel' steckt sie in ein Bordell, wo sie mit ihren elf Jahren europäischen Touristen für ihre Perversionen zur Verfügung gestellt wird, mehrmals am Tag, für alles, was die wollen. Die zweite Geschichte handelt von zwei elfjährigen Jungen, Wee und Arusha, die sich auf der Straße als Strichjungen verkaufen. Wenn sie keinen farang, keinen europäischen Freier finden, schnüffeln sie Klebstoff, weil sie dieses Leben anders nicht aushalten können. Sie sind Sexsklaven, der letzte Dreck, und mit 15 werden sie fertig sein: geschlechtskrank, AIDS-krank und kaputt von den Kleberdämpfen. Niemand schert sich um ihr Schicksal. Der Sachteil, von der Herausgeberin für die deutsche Ausgabe bearbeitet und erweitert, bietet Informationen und Zahlen über Thailand, über die sexuelle Ausbeutung von Kindern in Asien, über die pädophilen Freier, die Opfer, die Sexmafia und ihre Geschäfte, sowie über die Menschenrechtsorganisation Terre des Hommes, die seit einigen Jahren versucht, diesen Zuständen mit konkreten Projekten entgegenzutreten. "In den zwei beispielhaften Erzählungen und dem Sachteil, der vorurteilsfrei und ohne Hochmut über Zahlen, Ursachen, Zusammenhänge, Täter und Opfer, Gesetze, Hilfsprojekte und Präventionsmaßnahmen informiert, wird Kinderprostitution als weltweites Kinderschicksal umrissen. (...) Dieses literarisch wie informativ ergreifende Buch ist Appell, bietet Information und Diskussionsstoff." (Der Evangelische Buchberater) "Es ist dem Verfasser sehr gut gelungen, die Abgründe mancher Menschen in Worte zu fassen. Deshalb ist das Buch sehr lesenswert." (Lübecker Nachrichten) "Es gelingt Franck Pavloff, die Schrecken ihres Alltags zu erzählen, ohne die jungen Leser so sehr zu schockieren, dass sie das Buch beiseite schieben." (epd Entwicklungspolitik) "Die authentischen Geschichten von Wee, Arusha und Lao sprechen für sich selbst und rütteln auf." (Saale-Zeitung) | ||||
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