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Krausnick, Michail
Der Räuberlehrling Weinheim 1993 Medium: Buch | ||||
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Michail Krausnicks Jugendbuch ist die Geschichte des 16-jährigen Claus Ullmann, der gegen seinen Willen zum Räuberlehrling wird. Anschaulich und packend vergegenwärtigt der Autor die Zeit um 1800, in der Räuberbanden wie die des"Schwarzen Malochers" das Land in Angst und Schrecken versetzten. Fern von jeder Räuberromantik zeichnet Michail Krausnick dabei ein Stück "Geschichte von unten" und lässt den Alltag all jener lebendig werden, die, um zu überleben, zum Räubern verdammt waren. Der Materialteil bietet Möglichkeiten der historischen Vertiefung und der produktiven Auseinandersetzung mit diesem Text an, die auch Bezüge zur Gegenwart eröffnen. In einem Interview mit dem Autor kann der Leser sich ein Bild über dessen Arbeitsweise und Vorstellungen sowie über die Entstehungsgeschichte dieses bemerkenswerten Jugendbuches machen. Die Erzählung ist auch als Klett-Leseheft mit historischen Materialien, zusammengestellt von Christoph Launer, erhältlich: DER RÄUBERLEHRLING, Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1998, ISBN 3-12-262230-0, EUR 4,80 "Der l6jährige Claus Ullmann ist Räuberlehrling wider Willen. Mit einem fiesen Trick hatten ihn die Wittgensteiner Husaren 'angeworben' und verschleppt. Jetzt ist er Deserteur ... So landet er beim 'Herrn Pindray', einem Kaufmann. Der fragt den Ullmann: "Willst handeln, fetzen und malochen?" Ja, das will er, aber auf der ersten 'Geschäftsreise' merkt er, dass er in ein forsches Räuberkollektiv geraten ist. Krausnick bietet dem jugendlichen Leser zwei Identifikationsfiguren, den Räuberlehrling und den napoleonischen Maigret. Besser lässt sich das Interesse auf die historische Situation und das Gesellschaftsbild kaum lenken." (DIE ZEIT ) Zum Thema Räuber, Armut, soziale Ungerechtigkeit und Randgruppen um 1800 kann auch der TV-Film des Autors (Buch und Regie) "DAS LETZTE LIED DES RÄUBERS MANNEFRIEDRICH (45 min., SR) eingesetzt werden. | ||||
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