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Steenfatt, Margret
Hass im Herzen Im Sog der Gang Reinbek 1992 Medium: Buch | ||||
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Ausgezeichnet mit der Eule des Monats - Preis für beispielhafte kritische Kindermedien, verliehen von der Redaktion der Zeitschrift Bulletin Jugend + Literatur. Der dreizehnjährige Tono lebt mit seiner Mutter in einer Siedlung im Norden der Stadt. Das Viertel gilt als sozialer Brennpunkt, in dem es immer wieder zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen kommt. Nach dem Unfalltod seines besten Freundes schließt Tono sich den "Killing Detectives" an, einer berüchtigten Bande, deren Anführer Mitglied in einer rechtsextremistischen Partei ist. Tono will in der Bande neue Freunde gewinnen, er will Abenteuer erleben und sucht nach der ganz großen Freiheit. Als ihm klar wird, dass der Anführer und dessen treuer Anhänger Assel die Bande nur deshalb gegründet haben, um die Mitglieder zu Neonazis zu drillen und mit ihrer Hilfe in der Nordstadt die Macht zu übernehmen, rebelliert er gegen den Anführer und spannt ihm die Freundin aus. Schließlich wendet er sich auch noch gegen die rechtsextremistische Partei und erklärt, sie würden mit ihren Parolen Lügen verbreiten. Doch die Neonazis dulden keine Kritik und bestrafen den Aussteiger als Verräter. "Die Nachrichten über die zunehmende Rechtsradikalisierung Jugendlicher offenbaren einen alarmierenden Handlungsbedarf. Margret Steenfatt gelingt es mit ihrer Erzählung, die leichte Verführbarkeit des geistig allein gelassenen Jugendlichen durch rechtsextremistische Propaganda darzustellen und einen Weg zum dringend erforderlichen Dialog mit der Elterngeneration aufzuzeigen." (Das Politische Buch 1993, Die Arbeitsgemeinschaft der Verleger, Buchhändler und Bibliothekare in der Friedrich-Ebert-Stiftung.) "Margret Steenfatt zeichnet mit dem Buch ein ziemlich genaues Bild aktueller Jugendbanden. Neben der Stärke, die Jugendliche in der Gemeinsamkeit fasziniert, schildert sie vor allem das Umfeld. In der Gang haben sich Jugendliche zusammengefunden, deren Zuhause alles andere als schön ist. Um dieser tristen Umgebung zu entgehen, zwängen sie sich in ein Gruppengefüge, in dem das Individuelle ausgegrenzt wird. Niemand kennt den anderen wirklich (...) Das Buch ist interessant, mit einer auffallend einfachen Sprache geschrieben. (Jury der "Eule des Monats" in der Begründung zur Preisverleihung.) | |||||
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